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Schweineblut

Michael Eckers schüttelte den Kopf. »Nee. Das meiste ist verbrannt. Sie könnte eine Art Jogginghose getragen haben. Und ein T-Shirt. Rot. Die Hose könnte dunkelblau oder dunkelgrau gewesen sein. Linder arbeitet daran. Und Bittner prüft, ob es Fingerabdrücke gibt, die verwertbar sind.«

»Rot und dunkelblau? Hm.« Carolina Guttat blickte suchend über ihren Schreibtisch. Keine Zigaretten mehr. Sie zuckte die Schultern.

»Was ist an der Farbkombination so falsch?« Frank hatte den suchenden Blick der Staatsanwältin bemerkt. »Jeder bringt sich um so gut er kann.«

»Wie meinen?« Carolina Guttat verstand erst beim zweiten Nachdenken. »Ach so, reine Gewohnheit. Ich kriege das schon noch in den Griff.« Die Staatsanwältin verzog das Gesicht. »Was mich an der Zusammenstellung stört? Nichts. Nur, sonderlich modisch ist sie nicht gerade gekleidet gewesen.«

»So etwas zieht man zum Sport an«, versuchte Michael Eckers zu vermitteln, »du solltest mal in mein Fitnessstudio mitkommen. Was du da manchmal zu sehen bekommst, mein lieber Mann, da fallen dir glatt die Hanteln aus den Händen.«

Carolina Guttat winkte ab. »Trug sie Sportschuhe?«

Er verneinte.

»Also keine Joggerin?«

»Wie gesagt, Leenders ist noch nicht so weit.«

»Sport hilft.«

»Was meinst du, Frank?« Carolina Guttat hatte ihre Suche nach einer Zigarette schon vergessen.

»Sport ist der richtige Ausgleich, wenn man mit dem Rauchen aufgehört hat.«

»Wenn man zwei Kinder hat, Frank, kommt man locker ohne aus. Die Blagen halten mich genug auf Trab.«

»Ecki würde ohne sein Volleyball oder Gewichte stemmen aufgehen wie ein Hefekloß.«

»Du kannst mich nicht ärgern, Borsch. Du nicht. Guck doch mal in den Spiegel.«

»Wir fahren bald wieder ins Allgäu. Da hole ich mir meine Bewegung. Die reicht dann bis zum nächsten Urlaub.« Carolina Guttat wollte zu ihrem Fall zurück. »Meine Herren, lasst uns Licht in die Sache bringen.«

Frank Borsch und Ecki Eckers waren schon an der Tür, als Carolina Guttat in ihrem Rücken ein Lachen versuchte.

»Ein bisschen Sport würde dir nicht schaden, Frank.«

Frank sah an sich herab. »Findest du?«

»Zumindest ist Eckis Kreuz breiter. Frauen sehen das.«

Eckers griente, sagte aber nichts.

»Wir sehen uns später, Männer.«